Notizen aus dem Off

Hallo, ich bin Oliver. Ich wurde unter den üblichen Umständen in einer Ruhrpott-Metropole Deutschlands geboren. Wenn mir nicht das Schubladendenken unterstellt wird, legt man mir nahe, die Katzenhaare an meiner Kleidung zu entfernen. Ich liebe das Schreiben und die Muse spielt mir manchmal mit der Zunge im Ohr. Und das ist mein Blog.
Recent Tweets @petol

Wovor hast Du Angst?

Spinnen? Frauen? Höhen? Enge Räume? Der Gang zur Waage? Clowns?

Wenn Du nun etwas jünger bist, sagen wir so bis max. 20, dann wären Dir die oben aufgezählten Dinge möglicherweise total latte. Du hättest ganz andere Sorgen. Nur eine Sache würde Dir den Atem stocken lassen und einen sicheren Platz auf der Therapiecouch garantieren.

Quelle Focus: Etwa jeder achte Jugendliche hat einer Studie zufolge Angst vor anderen Menschen. „Soziale Phobien sind bei Heranwachsenden zwischen 14 und 20 Jahren weit verbreitet“, berichteten Frankfurter Psychologen am Montag.

Ist das etwa die Begründung des Social Media Booms? Sind wir deshalb alle online? Weil wir bereits in jungen Jahren verlernten, mit anderen Menschen real umzugehen? Fragt euch selbst: Fühlt ihr euch hinter dieser Mattscheibe, die mit Farmspielen, Facebook und Nyan Cats verklebt ist, sicherer?

Zum Glück steht am Ende des Artikels, dass recht gute Chancen auf eine Therapierung bestehen. Die würde in der Praxis so ablaufen, dass die Jugendlichen auf einen großräumigen Platz verteilt werden. Jeder Teilnehmer bekommt das Wundermittel Alkohol (RedBullCola, WodkaLemon, TequilaShot, Bier, whatever) in die Hand gedrückt und innerhalb weniger Minuten löst sich das Problem ganz von alleine. Besonders schlimme Fälle können mit “Komasaufen” therapiert werden, auch wenn da die Kontaktaufnahme eher zum Krankenhauspersonal besteht - wurscht. Im weiteren Verlauf des Abends stellt sich ein möglicher Nebeneffekt ein, der durch die allgemeine Enthemmung in Gang kommt: Sexual Healing. In dem Falle einfach warten, bis die Toilettenkabinen wieder frei werden.
Nun ist bei mir persönlich die 20er Grenze schon einige Jahre her. Drum kann ich nach langjähriger Onlineerfahrung (nüchtern) und vergleichbarer Offlinezeit (betrunken) folgendes sagen: Natürlich ist Alkohol schlecht und Angst vor Mitmenschen sollte man sowieso nie haben. Aber … so ist vieles leichter zu ertragen. Und Therapien sind langwierig und teuer. Von daher: Klicke, Chatte, Maile … aber gib ihr wenigstens später einen aus. Cheers.

Die “US-Forscher” der Tageszeitung “DIE WELT” gönnen mir auch keinen Tag Pause. Heute kommen sie aber zur Abwechslung aus England und haben folgendes parat:

Dass Lachen die beste Medizin sein soll, ist eine alte Weisheit - britische Wissenschaftler haben nun den Nachweis erbracht, dass Lachen tatsächlich gegen Schmerzen hilft. Forscher der Universität Oxford führten mit Freiwilligen ein Laborexperiment durch, bei dem eine Gruppe der Testpersonen lustige Sendungen wie „Mr. Bean“ oder „Friends“ ansah, die andere Gruppe dagegen ein Golfspiel oder eine faktenreiche Dokumentation vorgesetzt bekam, wie sie in ihrer Studie erläuterten.

Also ich weiß ja nicht, wie es Euch geht … aber ich empfinde schon starke Schmerzen bei der Sichtung der oben genannten Serien. Von wegen schmerzfreier… Egal.
Aber warum soll das (angeblich) so sein? Die Forscher erklären:

„Wir vermuten, dass die körperliche Aktion beim Lachen die Aktivierung des Endorphin-Systems in Gang setzt“, schreiben die Wissenschaftler. Endorphine, jene Botenstoffe, die zu einem Glücksgefühl führen, sollen eine wichtige Rolle bei der Schmerzverarbeitung spielen und dem Organismus bei der Bewältigung von physischem und psychischem Stress helfen. Bisher wurde dieses Phänomen vor allem mit großer physischer Anstrengung, wie Laufen, in Verbindung gebracht.

Wenn das so ist … dann laufe ich lieber weiterhin vor “lustigen” Serien davon. Scheint ja dieselbe Wirkung zu haben.

Link.

Schwer zu glauben ist das, was US-Forscher jetzt herausgefunden haben: Frauen finden an glücklichen Männergesichtern nur wenig Gefallen. … schreibt Die Welt, mein liebstes Medium in Sachen “US-Forscher finden xxx raus”.

Leuchtet doch ein, oder? Mitleidstour weckt Mutterinstinkte. Dackelblicke und Rumgekreische lassen Frauenherzen weich werden. Welche Mutti rennt denn schon ins Kinderzimmer, wenn das Baby voll ablacht? “Ach, der hat Spaß … kann ich weiter RTL gucken, rülps”. Erst beim Kreischanfall lässt Mama die Chipstüten samt Plastikbiere fallen, um nach dem Rechten zu sehen. Rülps.

So gingen die Forscher vor: Die Wissenschaftler ließen die Attraktivität von Männern auf mehr als 1000 Fotos bewerten. Die Herren der Schöpfung zeigten entweder ein glückliches Gesicht mit breitem Grinsen, einen stolzen Gesichtsausdruck oder einen traurigen mit abgewandten Augen, berichtet die Zeitschrift „Psychologie heute“ (Ausgabe Oktober 2011).

Das Ergebnis war eindeutig: Die glücklichen Männer fanden kaum Gefallen, während ein stolzer oder trauriger Gesichtsausdruck die Frauen begeisterte

Traurige Zeiten stehen bevor, Männer!
Am besten ihr stellt euch vor einen Spiegel und trainiert den “melancholischen Blick” eines James Dean. Keine falschen Hemmungen … macht einen auf “geheimnisvoll traurig” … Weltschmerz und so. Nur nicht übertreiben, die Babyjahre sind vorbei.
Eine kleine Orientierungshilfe:

traurig = Genau so.
banana = So nicht.
heul = Übertrieben.
shakehead = Schon recht gut, aber zu halbherzig.
kotz = Eklig.

Für alle weiteren Fragen … der Link zum Artikel.

Ich las gerade die Meldung:
“Mit leuchtenden Katzen gegen AIDS”. (Link)
Ja, klar. Warum nicht? Man hat schon eine Menge versucht … warum dann nicht einfach mal eine Katze zum Leuchten bringen….? o.O

WTF für leuchtende Katzen!? Nach kurzer Recherche fand ich diesen Artikel und staunte nicht schlecht. Neonkatzen gibt es schon seit 2008. Schon längst etabliert und so…

Und ich dachte, die wäre erst seit kurzem aktuell.

Noch eine Meldung, die ähnliche Verwirrung bei mir auslöst, wie die beiden gestrigen. Doch dieses Mal geht die Bedrohung für die Jugend nicht von schlechter Luft oder Sponge Bob aus … sondern kommt direkt aus dem iPod.

Deutliche sexuelle Botschaften in Liedtexten wirken sich negativ auf das Sozialverhalten junger Frauen und Männer aus. Das behaupten zumindest US-Forscher.

Verrückt! Wer hätte das angenommen? Nach all diesen gigantischen Rap und R’n’B Hits, wo sich einprägsame Zeilen wie “Suck my dick, suck my dick, fuck you Biaaatch” und “Shake that ass for me” die Ehre geben. Die US-Forscher fürchten anhand dieser Entwicklung, die seit Ende der 90er (Seit Einführung der Parental Advisory Sticker … die waren halt eh immer die beste Werbeidee) konstant zunimmt, folgendes:
Die Entwicklung sei besorgniserregend. „Popmusik kann junge Männer dazu verleiten, sich sexuell aggressiv zu verhalten und Frauen als Objekte zu behandeln. Jungen Frauen wird in den Songs häufig vermittelt, dass ihr Wert in der Gesellschaft darin bestehe, anderen sexuelles Vergnügen zu bereiten.

Also wirklich. Frauen, die ihren “Wert” daran festmachen, inwiefern sie sexuell ins Schema der Gesellschaft passen? So schlimm ist es schon?
Und ich dachte, die sind einfach nur total emanzipiert und wissen, was sie wollen. Ich würde nie auf die Idee kommen, dass sie dazu oft erst (leider!) in die Bitchrolle schlüpfen müssten, damit sie überhaupt erst … Hmmmmmmm.

Hier ist übrigens der Artikel dazu: Link.

Wer sich die Zeit nimmt, den zu lesen, wird vielleicht noch folgende Perle entdecken:
„Wir kommen zu dem Schluss, dass Sexualerziehern leider stürmische Zeiten bevorstehen“, sagt Cougar Hall.

Cougar! Haha.

Erst heute morgen saß ich vor dem TV und zappte - natürlich - auf/zu RTL und den Dauerbrenner “Mitten im Leben” (häufig erwähnt neuerdings, i know) …
Da dachte ich noch: “Meine Fresse! Warum sagen die alle ISCH statt ICH?”
Ständig “Isch liebe Disch noch, liebschste Cordula” und “Das Kind ist von misch, oder?” … Das tut weh, richtig weh. Wer hat denen das so beigebracht? Oder besser: Was hat sie so ruiniert?

Nun habe ich wohl endlich den Übeltäter ausmachen können.

Sponge Bob. -—> Link.
Die Zeichentrickserie “SpongeBob” führt laut einer neuen US-Studie zu kurzzeitigen Aufmerksamkeits- und Lernproblemen bei Kindern. Wenn Vierjährige die Serie nur neun Minuten lang sehen, könnten diese Symptome bereits auftreten, heißt es in der Studie, die in der Zeitschrift “Pediatrics” veröffentlicht wurde.

Da haben wir es. Da die Unterschicht furchtbar gerne Trickfilmserien schaut (Sponge Bob, Simpsons - Sorry, Mittelschicht!), ergibt nun plötzlich alles einen Sinn. Denn wenn ihr mal zufällig an einen Isch-Typen geratet, fragt einfach nach seiner Lieblingszeichentrickserie.
“SCHPONGSCH BOBB!”

“Das Ding war auf Dauer-Rot”, erinnert sich ein Zehntklässler der St.-Anno-Hauptschule an die Testphase. Vor allem im Winter sorgten Heizung und geschlossene Fenster für besonders schlechte Luft. Das sollen künftig die Kohlendioxid-Ampeln, die in der Hauptschule nach Absprache abwechselnd in den Klassen eingesetzt werden sollen, verhindern helfen. Rektor Schriefers ist überzeugt, dass es gelingt. “Die Sensibilität fürs rechtzeitige Lüften ist größer geworden.”

“Das Ding” ist eine sogenannte Kohlendioxid-Ampel, die nun in Schulen der niedlichen Grünprovinz Straelen eingesetzt werden. Wird die Luft im Klassenraum zu schlecht (Alkoholfahnen, Methan, Hanf), leuchtet die Ampel rot auf. Bevor die gesamte Klasse am Ende bei “Mitten im Leben” oder “Familien im Brennpunkt” endet, sollte dann zügig gelüftet werden.

Tolle Idee, oder? Lehrer können einfach das Fenster öffnen, wenn die Rabauken den Klassenraum verwüsten, auf den Bänken koksen und sowieso überhaupt nicht zuhören. Nie mehr Rock ‘n’ Roll Klassen gründen!

Quelle.

Btw: Lustig wäre, wenn die Ampel direkt nach einem Lehrerfurz auf rot springen würde.

Gerade sah ich den Trailer für den nächsten Verblödungsstreifen, der sicherlich alleine von der Thematik her zum Kassenschlager wird. “Freunde mit gewissen Vorzügen” oder so … “Friends with Benefits” im Original. Da stellt sich direkt die Frage … warum nicht den naheliegenden und geläufigen Titel “Freunde mit Extras” gewählt? Egal.

Der Trailer war ansich nichts besonderes, doch machte er mich aufgrund einer kleinen Szene mit Woody Harrelson neugierig. Er fragt Justin Timberlake (Ja, er spielt die Hauptrolle … Mädchenfilm halt), ob er denn sicher sei, daß seine Freundin mit Extras wirklich “anders sei als die anderen Frauen.”
Justin Timberlake total überzeugt: Na klar ist sie das!
Woody Harrelson: Hat Deine Freundin einen Penis?
Justin Timberlake: Hell No!
Woody Harrelson: Dann ist sie auch keine Ausnahme.

Witzig. Im ersten Moment dachte ich, dass der Titel wohlmöglich doch nicht so verkehrt ist. Der erste Hollywood-Streifen, in dem sich ein Frauenschwarm in einen Hermaphroditen verknallt. Freunde mit gewissen Vorzügen. Haha.
Aber leider ist ja klar, dass Hollywood sich ja nicht mal traut, diese “Freunde mit Extras” Thematik durchzuziehen.
Ungesehen! Ich wette darauf, dass sich beide _natürlich_ ineinander verknallen … obwohl sie anfangs nur vögeln wollten. Hollywood macht das so! Ich würde nun sogar glatt ins Kino gehen, nur um Recht zu haben!

Nebenbei: Warum macht es Hollywood so moralisch unbedenklich und politisch korrekt vor … und die Deutschen machen es oft gegenteilig im Alltag nach? Von daher warte ich auf die deutsche Kinoantwort: Sex mit dem Ex.

Gerade war ich in der Stadt … Brötchen holen. Da war ein Info-Stand in Sachen “Islam”.
Dazu fiel mir direkt eine witzige Begegnung ein …

Ich war letztens beim Zigarrenhändler meines Vertrauens (Ein Türke), der mich aufgrund meines wuchernden
Bartes ansprach ….
“Hey … willst Du nach Mekka oder was, lol?”

Kein Wunder, dass die Typen vom Info-Stand mich so seltsam grüßten. :/

Nochmal für alle, die noch nicht von mir genervt wurden…

HEUTE IST EIN SCHLIMMER UND ZUGLEICH GROSSER TAG.

Ich werde heute SCHWIMMEN gehen. JA! Ich als NICHTSCHWIMMER werde heute in die unglückliche Lage gebracht, meinen walfischartigen Rumpf, der bei Sonneneinstrahlung reflektiert und Ungeschützte erblinden lässt, zu entblößen! Nur um ihn entweder der Hautkrebsursache Nr. 1 unterzujubeln oder gar in die Tiefen eines Sees zu versenken. FFFFFFFUUUUUUU.

Gut vorbereitet bin ich auch nicht. Meine haarigen Nippel wuchern passend zu meiner Gesichtsbehaarung munter vor sich hin und kringeln sich geradezu. Meine knappe Badebuchse hat auch schon bessere Zeiten gesehen … in den Tiefen meines Kleiderschrankes. Und sowas wie Sonnenmilch oder so ‘nen Kram habe ich auch nicht! Gerade wurde ich schon in einem Gespräch gemobbt, ob ich denn auch Kokosnussmilch hätte. WTF.

Eine weitere Angst: Ich als neurotischer Paranoia-Freak werde gewiss alleine schon Probleme haben, mich zu entkleiden, nach dem Motto: “Ach komm … die Schuhe kann ich doch anlassen, oder? Und vielleicht die Jacke …?” Doch noch viel schlimmer ist: DIE ANDEREN SIND AUCH ALLE HALBNACKT.
Nein, ich bin NICHT prüde. :D

Also Nachwelt … entweder sind das hier meine letzten Zeilen … oder der Beginn einer wunderbaren Freundschaft zwischen den Tiefen des Baggerlochs, meiner blassen Wampe und mir.
Und nun suche ich meine gelbe Badebuchse.


NACHTRAG: Weil ich soviel Zeit habe vergehen lassen (z.B. indem ich hier diesen Eintrag verfasste), war die Schwimmbegleitung derartig sauer, dass sie den gemeinsamen Trip absagte. GERETTET!