
Im Falle des persönlichen Besuchs:
- Früh genug aufstehen (ca. 13.30 Uhr), damit man noch ein paar Blumen abstauben kann
- Für Mutti kochen. Im Falle totaler Unfähigkeit es einfach bei Kaffee belassen
- Stets Hilfe anbieten. Beispiel: “Soll ich heute für Dich einkaufen?”
- Mindestens eine Stunde verbleiben. Sollte man noch daheim wohnen: Mindestens eine Stunde im Wohnzimmer verweilen und WoW Account ignorieren
- Mutter loben. Ihr sagen, dass man ohne sie gar nicht erst da wäre. Sollte sie Dich etwas traurig bei diesen Worten ansehen: Vater fragen, ob man ein Wunschkind war
- Fotoalben gemeinsam durchschauen, Diavorträge durchstehen. Stets betonen, wie hübsch und glücklich Mutti damals ausgeschaut hat. Und dass es ganz normal sei, dass es irgendwann aufhört
- Bei Verabschiedung einen Ausblick auf den nächsten Besuch geben. Tipp: Besser noch dieses Jahr
Im Falle großer Distanz:
- Anrufen, frohen Muttertag wünschen und sich über über den lahmarschigen Blumenversand aufregen, den man in Wirklichkeit gar nicht erst beauftragt hat
- Peinliche Aktionen, um das Telefonat vorzeitig zu beenden besser unterlassen; insbesondere “Verdächtiges Knacken” bringt gar nichts - denn Mutti ruft zurück
- KEIN Skype-Gespräch führen, wiederhole: KEIN Skype-Gespräch. Erstens verbringst Du mindestens zwei Stunden damit, ihr die Technik zu erläutern und zweitens sieht sie, dass Du seit drei Wochen nicht mehr unter Menschen warst
- Betonen, wie gerne man persönlich vorbei gekommen wäre. Besser eine gute und schlüßige Ausrede zurecht legen. Dinge wie “Ich kann nicht, Afghanistan ist noch nicht sicher” wirken eher besorgniserregend
- Bei Verabschiedung unbedingt festlegen, dass man nicht besucht werden will. Berg Mohammed, Mohammed Berg und so. Im Falle des Versagens bitte oberen Teil beachten: “Im Falle des persönlichen Besuchs”