Die aktuell am stärksten genutzten Medien arbeiten gegeneinander.
Während das Fernsehen mittels Casting- und Realityshows permanent Ablehnung bzw. Abwählen zelebriert, existiert sowas im Netz so gut wie gar nicht. Da kann man höchstens “Gefällt mir!” anklicken.
Warum ist das so?
Sofern die Leute inaktiv vor der Kiste hocken, wollen sie Leute scheitern sehen. Das kleine Mädchen wird kein Top-Model. Der kleine Rapper mit der miesen Kindheit wird kein Superstar. Die Hausfrau mit den schiefen Zähnen wird nicht die nächste Frau vom Bauern.
Sofern es aber interaktiv wird, in Form des Netzes, dreht sich das Verhalten. Auf einmal ist Nettigkeit und angebliches Interesse gefragt. Man mag die neuesten Fotos, PartnerInnen oder Ankündingen eines Intimpiercings.
Ob es wirklich einzig alleine daran liegt, dass man vor dem Fernseher bei seiner diebischen Schadenfreude unerkannt bleibt? Wenn jedoch Facebook und Google ihren Siegeszug weitertreiben, was wird dann aus uns? Immer lächelnde Ja-Sager, die alles und jeden geil finden? Denn sonst ist man ja selbst … ungeil und out?
Warten wir es ab.